Vier gegen die Bank: Als Wolfgang Peterson nach Deutschland zurückkehrte

Im November 2015 kündigte Regisseur Wolfgang Peterson in einer großen Pressekonferenz ein deutsches Filmprojekt an: „Vier gegen die Bank“ war die erste Produktion seit „Die unendliche Geschichte“, die der Regisseur in Deutschland verwirklichte. Nach seinen Erfolgen in Hollywood mit „Troja“ oder „Poseidon“, musste er für sein Projekt auch gestandene Schauspielgrößen nicht lange bitten. Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Bully Herbig und Jan Josef Liefers übernahmen die Hauptrollen – die Erwartungen waren entsprechend hoch!

Vier gegen die Bank – Worum geht es?

Chris (Til Schweiger), Max (Matthias Schweighöfer) und Peter (Jan Josef Liefers) könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch eines eint sie: Eine schlechte Geldanlage, die ihnen Tobias (Bully Herbig) eingetütet hat. Besser gesagt: Nicht die Geldanlage war das Problem, sondern Bankdirektor Schuhmacher (Thomas Heinze), der seinen Angestellten los werden wollte und deshab die Arbeit von Tobias sabotiert hatte. Am Ende stehen also die vier Männer betrogen und ohne Geld da. Ihr Ass im Ärmel – Tobias, der Insider. So entsteht die Idee des Banküberfalls, welchen sie auch durchziehen. Das Ergebnis ist aber eher weniger befriedigend, so dass sie schließlich noch alles dafür tun müssen, um den Überfall einer anderen Person in die Schuhe zu schieben…

Story, Charakter und irgendwas fehlt

Die Story ist dank der Dialoge witzig und spannend erzählt. Das Timing sitzt bei allen Schauspielern. Selbst Til Schweiger wirkt trotz seines Nuschelns nicht fehl am Platz – was seiner leicht dümmlichen Rolle zuzuschreiben ist (Meiner Meinung nach wäre dieser dümmliche Charaktertyp auch seine Paradarolle, hätte er nicht angefangen, sich selbst Rollen auf den Leib zu schreiben). Die Story bietet zwar nicht die großen Überraschungen, aber dafür mehrere kleine Aha-Momente, die ihren Charme besitzen.

Unterm Strich hat Peterson nichts falsch gemacht. Und trotzdem zündet der Film nicht ganz. Und warum? Ich weiß es einfach nicht. Vielleicht erwartet der Zuschauer doch einfach zu viel, wenn sich so ein Staraufgebot ankündigt. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach die eine große Überraschung, die zu solchen Banküberfällen eben dazu gehört (denkt nur an „Inside Man“!). Vielleicht hat der Film auch alles richtig gemacht und ich habe es nur nicht gemerkt. Ich bin etwas ratlos, was da fehlt…

Habt ihr den Film gesehen? Was war eure Meinung? Hat euch der Film überzeugt? Oder seid auf der Suche nach dem, was fehlt? Oder wisst ihr ganz genau, was gefehlt hat?

 

Das mit den Erwartungen ist immer so eine Sache. Ganz besonders schlimm wird es oft bei Buchverfilmungen. So habe ich mich bei „Die Bestimmung/Divergent“ gefragt, was taugt mehr: Buch oder Film?

8 Replies to “Vier gegen die Bank: Als Wolfgang Peterson nach Deutschland zurückkehrte”

  1. Ich hab den Film erst vor zwei Tagen gesehen. Pure Verzweiflung 😀 Ich sag mal der Film war okay, aber schon recht „platt“ was Niveau und Story angeht 😀 Deutsche Film mag ich eh nur sehr selten wirklich gerne 😉 LG

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