Selfpublishing: Wir müssen da nochmal drüber reden!

Es ist bereits 2 Jahre (!) her, dass ich euch von meinen Selfpublishing-Erfahrungen berichtet habe. Damals habe ich euch verschiedene Selfpublishing-Plattformen vorgestellt und über das Selfmarkteing gesprochen, dass unvermeidbar nötig ist um Leser zu bekommen. Und heute stehe ich wieder kurz vor einem Projekt und möchte euch davon erzählen.

Das Manuskript und warum überhaupt Selfpublishing?

Das Buchprojekt „Makeda – Die Wüstenstadt“ ist älter als die Zeit. Na gut… das ist ein bisschen übertrieben. Aber tatsächlich hatte ich die Geschichte bereits vor 2 Jahren (!) fertig und dann lag sie in meiner digitalen Schublade. Dort lag sie bequem, hat sich wohlgefühlt und mich immer wieder vorwurfsvoll angefunkelt, wenn ich die Schublade öffnete. Warum habe ich nicht schon früher etwas unternommen? Zu viel Leben. Oder so.

Aber jetzt ist die Zeit für das Manuskript gekommen! Es ist nur nicht mehr so ganz meine Zeit. Also als Autorin dieser Geschichte. Lasst es mich so erklären: In den letzten Jahren habe ich viel geschrieben und mein Schreibstil hat sich erheblich verändert. Deshalb würde ich „Makeda“ so wie es heute existiert nicht mehr schreiben. Deshalb kann ich als Autorin nur halb hinter dem Roman stehen. Aber als Herausgeberin, dachte ich mir dann… als Herausgeberin könnte das doch noch eine gemeinsame Geschichte werden!

Deshalb entschied ich mich für das Selfpublishing. Für mich ist es nach wie vor eine tolle Spielwiese um herauszufinden, wie sich Dinge im Internet verbreiten, ich mag den Produktionsprozess und irgendein Hobby braucht der Mensch ja.

Soweit ganz nett, aber wie geht’s weiter?

Zuerst musste ich mein Manuskript endlich lektorieren. Das war… hart. Denn wie gesagt, ist es nicht mehr mein Schreibstil. Wo soll man da anfangen und aufhören sein Werk zu überarbeiten? Ich habe mich für einen Mittelweg entschieden. Die Geschichte finde ich nach wie vor toll. Stilistisch wird es aber nie mein Lieblingsstück werden. Trotzdem ist es gut (merkt ihr, wie ich mir jetzt schon Mut zuspreche?) und auch wenn Leser Logiklücken finden werden, in meinem Kopf ist alles logisch und… ach, es ist ja noch zu früh um sich zu verteidigen…

Als nächstes brauchte ich ein Cover. Das Cover ist eines der wichtigsten Kaufargument in einem Online-Shop. Also habe ich es mir nicht leicht gemacht, mir ein Budget erwirtschaftet und mich kundig gemacht. Ich habe viele Grafiker, Künstler, Designer angesprochen, aber niemand hatte mich so ganz überzeugt. Und dann lag die Lösung doch so nahe: Gorana aus der Ergothek hatte doch auf ihren Kanälen schon immer meine Aufmerksamkeit für ihre Kunst – Also, fragte ich mich, warum frage ich nicht sie? Und schwupps! Das gemeinsame Projekt war geboren!

Und jetzt? Fehlt eigentlich nur noch die passende Plattform. Genau wie vor 2 Jahren (!) bin ich immer noch nicht von Amazon als Anbieter überzeugt. Und das mag auch dogmatische Gründe haben. Aber vor allem möchte ich keinen Vertrag mit einem Unternehmen abschließen, dass in den USA sitzt und eine andere Rechtssprechung hat. Neobooks war damals mein Favorit, aber auch da störten mich kleine Dinge wie die Nutzerfreundlichkeit der Plattform (Hallo? UX-Desginer? Noch wach?). Naja, vielleicht (oder hoffentlich) hat sich in den letzten zwei Jahren etwas verändert bei Neobooks. Trotzdem will ich zu einem anderen Anbieter. Ich habe mich für BookRix entschieden. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Während eines Fernstudiums an der Freien Journalistenschule, belegte ich ein Modul zum Thema „Selfpublishing“ und nun ja, BookRix wurde da als ideale Lösung für mich präsentiert. Ob das stimmt? Ich werde es sehen und euch berichten!

Und darum geht’s in Makeda:

Die Wüstenstadt Makeda befindet sich nach zwanzig Jahren Krieg mitten in den Vorbereitungen für die große Versöhnungsfeier zwischen Königin Nala und König Akos. Jedoch spinnen Feinde ein wirres Netz der Verschwörung um selbst an die Macht im wiedervereinten Reich zu kommen. Die Leibgarde der Königin versucht alles um ein Attentat zu verhindern, macht dabei die Bekanntschaft mit Dieben, Betrügern, Halunken, Saufbolden sowie dubiosem Gesindel und muss feststellen, dass es nicht immer klare Grenzen zwischen Gut und Böse gibt. Die Feinde haben die Wüstenstadt mit dem Ende des Krieges nicht verlassen…

Fortsetzung folgt…

Habt ihr schon Erfahrungen mit Selfpublishing gemacht? Wie steht ihr dazu? Gesund für den Buchmarkt oder nicht? Lest ihr Bücher aus dem Selbstverlag oder findet ihr das unseriös?

2 Replies to “Selfpublishing: Wir müssen da nochmal drüber reden!”

  1. Ach Mensch, das Gefühl kenne ich gut, wenn man nicht mehr so ganz in dem Stoff drinsteckt, an den man mal sein Herzblut investiert hat. Mit meinem Langzeit-Manga-Projekt ging es mir ja genauso. Ich glaube ich habe da drei Jahre oder mehr dran gesessen (gut, durch das Zeichnen dauert ja auch alles noch länger) und obwohl ich immer gedacht habe, dass es der erste Manga sein wird, den ich mal fertig zeichne, konnte ich mich damit nach nun sovielen Jahren eben doch nicht mehr ganz identifizieren.

    Ich muss meinen Art-Blog besser promoten, damit ich auch gefragt werden, ob ich was für jemanden gestalte 😉

    1. Das heißt, dein Manga ist jetzt unvollendet? Hattest du auch das Problem, das sich dein Stil verändert hat über die Zeit und das Anfang und Ende irgendwie nicht mehr so ganz aus einem Guss waren?

      Ich hatte tatsächlich überlegt dich zu fragen! Nur war ich mir bei deinem Stil nicht so ganz sicher. Zeichnest du denn auch viel anderes außer Mangas? Und kannst du mir nochmal den Link zu deinem Art-Blog schicken? 🙂

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