Die Löwin, der Sex und die Liebe. Oder: Liebster Award

Outofjoint hat elf Fragen und ich habe Langweile, da schlechtes Wetter vor meiner Haustür. Passt wie ein flauschiger Teddybär in fordernde Kinderarme!

Das war die kurze Einleitung. Und damit gleich ans Eingemachte!

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Was denkst du bei wie vielen dieser „Würdest du eher …“-Entscheidungen man im wahren Leben doch anders entscheiden würde als man es bei einem Online-Quiz tut?

Bei so gut wie jeder. Denn um diese Entscheidungsfragen wahr zu beantworten, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Der Teilnehmer des Online-Quiz‘ (Genitiv bei dem Wort mit z am Ende… wer macht sowas schon noch?!) muss man sich selbst gut kennen und man muss ehrlich zu sich sein. Letzters fällt bekanntlich schwerer, beides ist eine Herausforderung und eine Lebensaufgabe.

Was hältst du von Networking? Sinnvoll, hilfreich, unterhaltsam oder anstrengend, fake und nutzlos?

Grundsätzlich: toll. Aber es trifft natürlich alles zu: sinnvoll, hilfreich, unterhaltsam und anstrengend, fake, nutzlos. Man darf es nicht überbewerten und man sollte nicht jede letzte Energiereserve daran verschwenden.

Welche Sache liebst du, mit der (nahezu) dein gesamtes Umfeld nichts anfangen kann? (Gerne auch warum.^^)

Es gibt so Filme, die liebe ich für ihren kleinen, versteckten Wortwitz, die liebt aber kein anderer außer mir z.B.: „Mord ist mein Geschäft, Liebling„. Es gibt so Songs, die habe ich mal aufgeschnappt und kann mit ihnen wild durch die Wohnung tanzen, während sie sonst keiner kennt z.B.: „Wenn Inge tanzt„. Und es gibt einen ganzen Kleiderschrank mit Klamotten, die ich liebe, die aber sonst niemanden was bedeutet… eigentlich ist die Liste ziemlich endlos 😉

Schmachtest du heimlich (oder ganz öffentlich) irgendeine Berühmtheit an? (Da mir gesagt wurde, ich soll nicht immer sieben Fragen in eine packen, teile ich das jetzt zwischen 4. und 5. auf xD)

Klar! Ständig! Ich bin Meisterin darin, mich in Schauspieler zu verknallen (weil sie ganz tolle Rollen spielen, die mich berühren, oder weil sie in Interviews Antworten geben, die ich wahnsinng toll finde). Und dann google ich diesen Menschen und suche nach weiteren Interviews/Filmen und gucke das ein oder andere. Und dann kommt meistens schon wieder der Nächste ums Eck… Mein Verknalltsein ist selten von langer Dauer, kann aber kurzzeitig sehr obsessiv sein.

Wo liegt deiner Meinung nach der Unterschied zwischen Schwärmereien, die sich auf weit entfernte oder sogar fiktive Personen beziehen und dem Schwärmen für Menschen, denen man im realen Leben begegnet? Fließender Übergang/harter Cut?

Oh Gott… jetzt muss ich über Liebe (oder zumindest deren Anfänge) schreiben… wenn ich über eines nicht schreiben kann, dann über Liebe… Am Anfang ist der Unterschied vielleicht gar nicht so groß, denn dank Sozialer Medien kann man wohl jeden erstmal Stalken und auch die Gefühle dürften gleich sein. Sobald jedoch ein echter Kontakt besteht (und man so im Real Life miteinander geredet hat), ist es anders. Weil es eine direkte Reaktion auf die eigene Person gibt. Aber was da anders ist… ich weiß es nicht…

Welche Sache darf in deiner Wohnung oder deinem Zimmer nicht fehlen? (Also optionale Sachen, nicht „Boden“ oder „Wände“, bitte. :D)

In so einer Wohnung gibt es ja allerhand Dinge, die sehr notwendig sind. Aber was ich grundsätzlich in jedem Zimmer brauche, ist eine Uhr.

Wenn du ein Startup gründen oder ein neues Produkt auf den Markt bringen würdest, was für eins wäre es?

Das verrate ich dir doch nicht 😉

Aber wer Motivation für ein solches Vorhaben sucht, dem empfehle ich „Work is not a job“ von Catharina Burns.

(Yeah! Ich habe die Anforderung von outofjoint erfüllt und eine Leseempfehlung eingebaut!)

Würdest du gerne mal in einem Film mitspielen? Wenn ja, was wäre deine Traumrolle?

Klar! Ich wäre voll ungeeignet und schlecht. Aber wir reden ja hier im Konjuktiv und im Konjunktiv könnten wir ja mal sagen, dass ich das kann und total gut bin. Und deshalb würde ich gerne eine Figur spielen, die Helena aus „Orphan Black“ ähnelt.

Wenn du einen Patronus herbeizaubern solltest, würde es dir leichtfallen, spontan an deine absolut allerallertollste Erinnerung zu denken? Und wüsstest du, welche Form er annehmen würde? 🙂

Ha! Jetzt hast du ja doch zwei Fragen in eine eingebaut 😉

Puh… spontan hängt immer von der Tagesform ab. Grundsätzlich hätte ich schon ein paar Dinge im Kopf. Ich weiß aber gar nicht, ob es sowas wie die allerallertollste Erinnerung in meinem Leben gibt. Ich wüsste nicht, wie ich die tollen Erinnerungen gegeneinander abwiegen sollte. Deshalb wäre ich überfordert und das mit spotan wird nix.

Natürlich. Eine Löwin.

Übrigens: Einige Löwen paaren sich bis zu 50 Mal am Tag. Elefanten tuen das nicht so oft, aber sie sind auch die einzigen Tiere, die nicht springen können. Beim Strauß denkt man weniger an Springen, als vielmehr ans Laufen. Sonst kann der Strauß auch nicht viel mehr. Aber ist ja auch kein Wunder: Sein Auge ist größer als sein Gehirn. Seestrene haben gar keine Gehirne.

(Und nochmal Yeah! Ich habe auch die zweite Aufgabe von outofjoint erfüllt und unnützes Wissen eingebaut!)

Was war eine auf andere Menschen absolut sinnlos wirkende Anschaffung, die du aber bis heute nicht bereust oder an der du sehr viel Spaß hattest?

Vermutlich diverse Spielzeuge aus meiner Kindheit, die meine Eltern in den Wahnsinn trieben… ansonsten bezweifle ich, dass ich sowas besitze. Dafür bin ich selbst zu pragmatisch. Außerdem kann ich dir für all meinen Besitz einen stundenlangen Monlog halten, warum er seine Berechtigung hat und du wirst mir danach glauben!

Welchen Punkt deiner „Bucket List“, also der Dinge, die du im Leben unbedingt noch machen möchtest, könntest du schon umsetzen und warum hast du es noch nicht? ^^ Oder andersherum: Konntest du schon etwas von deiner „To erleben“-Liste abhaken? 🙂

Moment… die Liste ist in meinem Handy gespeichert…

Also da ist noch einiges offen… bestimmt hätte ich schon lange mal nach Wien fahren können, bestimmt hätte ich auch endlich mal mein nächstes eBook veröffentlichen können, aber für das Meiste war die Zeit noch nicht reif.

Und natürlich habe ich schon extrem tolle Dinge erlebt. Ich weiß nur nicht, ob ich es im Bewusstsein einer Liste gemacht habe, da ich diese erst vor einem Jahr angefangen habe.

 

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit! Es war mir wie immer ein Fest!

 

12 Replies to “Die Löwin, der Sex und die Liebe. Oder: Liebster Award”

  1. Ich bin schon sehr gespannt auf deinen Japanbericht und ich wünsche dir jetzt schon mal eine tolle Zeit!

    Bis jetzt habe ich wirklich sehr viel Spaß! Kommt natürlich immer ein bisschen darauf an, für wen man arbeitet, aber das ist ja immer so. Aber da ja irgendwann mal mein großer Bestseller ansteht, habe ich momentan das Gefühl, es ist nur eine Durchgangszeit. Der Gedanke macht vieles leichter 😉 Du kennst das 🙂

    1. Oh, ich hab ja doch nich geantwortet? Manchmal bin ich zu verwirrt … o.o
      Dankeschön auf jeden Fall! 🙂
      Das stimmt, die Arbeitgeber sind da echt wichtig. Freut mich aber, wenn du was Gutes gefunden hast ^~^
      Oh jaa! 😀 Dann haben wir ja beide große Pläne und ich bin dann mal gespannt auf deinen Bestseller. 😉

  2. Ach, da bin ich ja beruhigt, dass es andere in meinem Alter noch von Stars schwärmen 😀 ich dachte schon, ich bin die Einzige. Bei mir geht das manchmal noch ne Stufe weiter und ich stalke die dann sofort über alle möglichen Social Media-Profile – und die Schwärmerei hält länger an und ist nicht so kurzlebig, das sind schon „feste Beziehungen“ 😀 😀

      1. Nee, nee, nicht zu alt. Nur trauen es sich wahrscheinlich nicht viele zuzugeben und dadurch hat man das Gefühl, alleine dazustehen und bekommt so ein bisschen das Gefühl vermittelt, dass man dazu zu alt sei. Ist zumindest bei meinem Freundeskreis und der Familie so. Wenn die wüssten, was man durch so ein „Hobby“ alles erfährt und was man für neune Filme/ Musik etc kennenlernt 🙂

  3. 😀 Nich ganz. Ich hab ne Ausbildung zur Redakteurin gemacht und gehe (aber das hab ich sicher schon drölf Mal erwähnt) ab Oktober erstmal für ein paar Monate nach Japan, finde dort meine Bestimmung, komme zurück und werde megaerfolgreich als freie Autorin. Also so lautet der wasserdichte Plan bisher. ^^
    Ich hab mit Bio vermutlich was eindeutigeres studiert, aber danach entschieden lieber Journalismus machen zu wollen. Was war’s denn bei dir uneindeutiges? „Was mit Medien“ oder Geisteswissenschaften? ^^

  4. Soso … Eine Löwin. In Verbindung mit dem unnützen … Ach, wirkt immer so schmierig. Lassen wir das. (Mein Patronus ist übrigens eine Eule, habe ich beschlossen). Ich finde es ziemlich beruhigend, dass ich nicht der letzte junge Mensch auf Erden bin, der es für sinnvoll hält, mehr als nur die Uhr am Smartphone zu besitzen und tatsächlich mehrere Uhren in der Gegend verstreut. Hier gibt es selbst im Badezimmer eine … ^^

  5. Vielen flauschigen Dank für die Beantwortung der Fragen! Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und bin beeindruckt, dass du es beim Patronus echt geschafft hast, mal eben unnützes Wissen einzuwerfen! 😀
    Und sorry, dass du über Liebe schreiben musstest. Ich kann das wahrscheinlich selbst nich gut, bin aber umso faszinierter vom Thema. 😉
    Bei dem was nicht im Zimmer fehlen darf hab ich schon damit gerechnet, dass es interessante Unterschiede geben wird. Ich besitze zum Beispiel gar keine Uhr. 😀 Da ich immer eine Armbanduhr habe und mein Lebensmittelpunkt der Laptop ist, hab ich die auch nie vermisst.
    Und danke für die Leseempfehlung. Ich hatte deine Rezension dazu glauuube ich schob mal gelesen, aber schon wieder vergessen (man wird alt! XD) und Buch is glaube ich genau mein Ding. Kennst du „Thank God It’s Monday“? Da geht’s auch um alternative Arbeitsmodelle, die ein Startup umgesetzt hat. Keine Ahnung, ob die noch erfolgreich sibd, aber die Arbeitsbedingungen klangen echt super. Ich hab ja ab Oktober erstmal Zeit, mir zu überlegen, was ich machen möchte, wenn ich groß bin … ^^‘

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