Eine Erzählung über den Sinn des Lebens in einem Café am Rande der Welt

Das Café am Rande der WeltWarum bist du hier?

Hast du Angst vor dem Tod?

Führst du ein erfülltes Leben?

Diese drei Fragen starren John, Manager und verirrte Seele, von der Speisekarte eines Cafés entgegen. Ein Tipp ist darunter vermerkt: Man solle sich doch vom Personal beraten lassen. So beginnen also die Gespräche mit Casey, der Bedienung, Mike, dem Koch und Eigentümer, sowie Anne, eine Besucherin des Cafés, über das Leben.

Was John Strelecky von nun an in seinem internationalen Bestseller, der in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurde, erzählt, ist ein Sammelsurium an Lebensweisheiten, die zum Nachdenken anregen.

„Unsere Aufgabe“, so sagte er, „besteht darin zu erkennen, dass uns etwas erfüllt, weil wir es selbst nun einmal so empfinden, und nicht, weil jemand anderer uns sagt, dass es erfüllend sei.“ (*Das Café am Rande der Welt, S.78)

Die Fragen der Erzählung drehen sich um den ZDE – dem Zweck der Existenz. Es sind Fragen, die sich mit Sicherheit auch schon jeder Leser gestellt hat. Inwiefern er die Antworten als befriedigend empfindet, muss er selbst entscheiden. Auf jeden Fall liefert die Geschichte gute und wichtige Denkimpulse. Zu bemängeln bleibt, wie sehr ignoriert wird, dass Menschen für Selbstverwirklichung eine gewisse finanzielle Grundabsicherung brauchen. Aber das ist nur eine kleine Kritik am Rande.

Fazit:

Eine schnell zu lesende Lektüre, die langfristig nachhallt.


* Strelecky, John: Das Café am Rande der Welt. Eine Erzählung über den Sinn des Lebens, dtv, München, 2017.

 

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