Harry Potter and the cursed child

Wir leben in einer Zeit, in der Jugendbücher eigentlich nur noch als Reihe existieren. „Twilight“, „Die Bestimmung“, die Edelstein-Trilogie sind nur wenige Beispiele hierfür. Allerdings beobachte ich auch, dass viele Autoren ihre Geschichte oft nicht bis zum Ende durchziehen können und schwächeln. Eine Ausnahmen ist die Panem-Reihe. Und dann gibt es da noch diese eine Autorin… J.K. Rowling. Sie hat das Unmögliche geschafft und eine Geschichte über sieben Bände erzählt, die ihren Zauber (im wahrsten Sinne des Wortes) nie verliert. Später schrieb sie eine Kriminalreihe – auch großartig. Harry Potter (Hätte ich früher erwähnen müssen, von welchen Büchern ich spreche? Ist es nicht so selbstverständlich?) war eigentlich schon für zu-Ende-erzählt erklärt.Und jetzt das: ein Theaterstück! Eine Geschichte, die 19 Jahre später spielt und noch einmal zurück in den Bann des Harry Potter-Universums führt. Zur Premiere nach London fahren konnte ich nicht. Also musste ich das Buch lesen. Und: es war wie damals…

Cover Harry Potter and the cursed child

The eighth story. Nineteen years later. – Harry Potter and the cursed child

Autor: J.K. Rwoling, John Tiffany, Jack Throne

Verlag: Little Brown

Veröffentlicht: 31.06.2016

Sprache: Englich

ISBN: 978-0751565355

 

 

Special Rehearsal Edition Script

In den 19 Jahren, die seit der Schlacht auf Hogwarts vergangen sind, hat sich viel verändert. Die Helden Harry, Hermine und Ron sind erwachsen, verheiratet, haben Kinder. Ihre Kinder gehen inzwischen selbst nach Hogwarts und erleben ihre eigenen Geschichten. Doch wie sagte Harry am Ende des 7. Bandes so schön? Er fasste sich an die Narbe, die zum ersten Mal seit langer Zeit nicht schmerzte, und wusste, dass alles gut war. Ist es das nach 19 Jahren immer noch? Ist das Böse tatsächlich besiegt oder hatte es sich nur versteckt?

Es wäre nicht angebracht zu viel über den Inhalt zu verraten, weil das Theaterstück von den Entwicklungen und Auswirkungen der vergangenen Jahre lebt. Nur so viel: Es wird zu Überraschungen kommen, aber  auch die altbekannten Orte werden eine Rolle spielen. Schon allein deshalb fühlt sich der treuherzige Leser sofort zu Hause.

Natürlich geht es auch im Theater um Gut gegen Böse. Aber es gibt auch eine neue Herausforderung für Harry Potter: Vater sein. Damit wird einer seiner Söhne zur Hauptfigur des Stückes. Und überhaupt! Es gibt so viele tolle neue Figuren! Und ist es nicht toll, wie sich alte Bindungen verändern können und neu entwickeln? Wie immer geht es in der Hauptsache aber um das Wichtigste: Um Freundschaft. Und meiner Meinung nach ist es genau das, was die Harry Potter-Bände von allen anderen Jugendreihen unterscheidet.

Als Leser möchte ich ganz klar mehr erfahren, als in den Dialogen eines Theaterstückes erzählt wird. Trotzdem ist der Bann ungebrochen und wiedereinmal erzählt die Autorin eine unglaubliche Geschichte, die ihrem Stoff treu bleibt und jedes Fan-Herz erfreut.

Bewertung: 9 Rubine von 10

 

Mehr zu Buch und Autor:

„Harry Potter and the cursed child“ auf Pottermore

Homepage von J.K. Rowling

J.K. Rowling bei Twitter

 

5 Replies to “Harry Potter and the cursed child”

  1. Mhm … Es wird immer mehr zu Weihnachtswunschzettel-Material. Dabei habe ich doch in letzter Zeit schon so viele neue Bücher bekommen. *seufz*
    Was die Reihen angeht: Im Jugendbuch war das doch schon immer ein beliebtes Hobby. Man denke da an die diversen Reihen von Enid Blyton, da sind TKKG und Die drei ???, um mal die großen drei zu nennen, aber auch Heftchenromane waren unter Jugendlichen immer beliebt. Von daher kann man es als Qualitätssprung sehen, dass die Autor*innen sich trauen, nun auch komplexere Handlungsstränge anzugehen, die über mehrere Bücher gehen, statt sich nur der Figuren zu bedienen und sie in immer neue Szenarien zu stecken.
    Für Leser*innen kann das natürlich frustrierend sein. Man kann nicht ein- und aussteigen. Man steckt in einem geschlossenen System. Aber letztlich funktioniert Amazon genauso. *gg*

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